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Auf dem 23. HANSA-Forum »Schifffahrt | Finanzierung« wagten Martin Harren (Harren & Partner), Constantin Baack (MPC) und Kurt Klemme (Reederei Nord) einen durchaus zuversichtlichen Ausblick auf das Jahr 2020. Wir sind sehr positiv gestimmt für 2020 und 2021«, sagte Reederei-Nord-Geschäftsführer Klemme, dessen Flotte Containerschiffe, Bulker und Tanker umfasst. Unter anderem die verhältnismäßig kleinen Orderbücher und Neubauaktivitäten seien ein Grund. Bei Tankern sind es 3-10% der aktiven Flotte.

Zudem sieht die Nachfrageseite seiner Ansicht nach nicht schlecht aus: »Noch gibt es in dem Volumen keine Alternative zu Öl als Enegieträger«, so Klemme. Angesichts der anstehenden Dekarbonisierung und dem zunehmenden Fokus auf andere Rohstoffe sei ein Neubau vielleicht nicht mehr unbedingt sinnvoll. Mit dem Zukauf von Secondhand-Tonnage könne aber noch gutes Geld verdienen. Noch positiver fällt die Erwartung für Bulker aus – auch hier auf Angebots- und Nachfrageseite. Entsprechend will man dort weiter investieren, »dafür suchen wir schon Partner«, berichtete Klemme.
In der Containerfeeder-Schifffahrt sei ebenfalls ein relativ gesundes Neubauverhalten zu beobachten, entsprechend zeigte er sich auch in diesem Segment zuversichtlich. Auf der Finanzierungsseite will die Reederei weiter auf ihr Modell mit Private-Equity-Partnern oder institionellen Investoren wie Pensionsfonds setzen. »Wir sind nicht davon überzeugt, dass Schifffahrt an die Börse gehört. Die Kosten sind hoch, die Börsen agieren sehr prozyklisch.«

Den Gang an die Börse hatte bekanntlich MPC Capital gewählt, die Tochter MPC Containerships (MPCC) ist in Oslo gelistet. Mit frischem Kapital wurde die Flotte rasch ausgebaut. Dieses Jahr wird nach Ansicht von MPCC-CEO Constantin Baack zwar »nicht als Erfolgsjahr in die Historie eingehen, eher als Vorbereitung für die Umstellungen in 2020«. Der Ausblick sei aber wieder positiver, so Baack, das werde zu einer neuen Bewertung der Aktie führen.
Angesichts der Stimmung am Kapitalmarkt habe die Ausgabe neuer Aktien keinen Sinn gemacht. Auch in neue Schiffe wurde seit Mitte 2018 nicht mehr investiert. »Wir haben Aktien zurückgekauft, das ist derzeit wichtiger als neue Schiffe«, sagte der CEO, zumal man bereits eine Größe erreicht habe, die Synergien ermöglicht, »da machen fünf zusätzliche Schiffe keinen großen Unterschied.«

Lesen Sie hier den kompletten Bericht im HANSA International Maritime Journal 12 | 2019: pdfHANSA_Zurueck_in_die_Zukunft.pdf

 

Nächste Veranstaltung:

Der 13. Maritime After Work Club findet statt am Mittwoch 26. Februar 2020

zum Thema „Chinas Engagement im Südchinesischen Meer.
Rückkehr der Großmachtrivalität mit Konfliktpotential? Welche Handlungsoptionen hat der Westen?“

Location: Britische Botschaft Berlin


Einladungen erfolgen an einen gesonderten Verteiler Anfang Februar.