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"Man stelle sich vor, einer der beliebtesten deutschen Alltagsphilosophen, Lothar Matthäus, sollte hier für die HANSA die gescheiterten Jamaika-Sondierungen in Berlin kommentieren – einfach weil es so schön passt", schreibt Michael Meyer, verantwortlicher Redakteur im HANSA International Maritime Journal12-2017. "Sein (Matthäus`) schon berühmtes »Wäre, wäre, Fahrradkette« wäre duchaus ein Treffer. Wären die potentiellen Koalitionspartner sachlicher vorgegangen und wären mehr alte (Personal-)Zöpfe abgeschnitten worden, und wäre es schlussendlich zu einer Einigung gekommen, wäre für die maritime Branche einiges drin gewesen. Vor allem die vordergründig schwierige Paarung Gelb-Grün kann man sich nämlich als durchaus brauchbar vorstellen.

Dass die Schifffahrt einerseits viel Potenzial, andererseits aber auch noch Luft nach oben hat, wenn es um ökologischeffiziente Entwicklungen geht, ist nicht nur für »traditionelle« Kritiker unbestritten. Ein grüner Trumpf. Gleichzeitig mangelt es hierzulande an so mancher Stelle noch immer an der Bereitschaft – und ja, an anderen Stellen auch an der finanziellen Fähigkeit – technologische Innovationen voranzutreiben und tatsächlich umzusetzen. Und zwar nicht nur, aber auch im weiten Feld der Digitalisierung. Dabei muss man konstatieren, dass es oft an den politisch-regulativen Rahmenbedingungen hapert. Hier hätte die FDP einiges zu bieten. Kombiniert man nun gelbe Innovationsförderung und grüne Technologien, lässt sich schnell das Potenzial einer politischen Konstellation erkennen, bei der Grüne und FDP gemeinsam verkrustete Strukturen aufzubrechen versuchen. 

 

Die Betonung ideologischer Grundwerte wäre dann nicht nur nicht-hinderlich, sondern im Idealfall sogar förderlich. Auch angesichts der Tatsache, dass den Grünen in den Sondierungen der größte »Machthunger« bescheinigt wurde und sie wohl am ehesten zu weiteren Kompromissen bereit gewesen wären. Ein weiterer Punkt: das Planungsrecht. Die Gelben wollen Bürokratie abbauen, die Grünen wollen frühzeitig ökologische Aspekte einbringen, so dass man nicht nachträglich jahrelang über Artenschutz bei großen Infrastrukturprojekten wie der Elbvertiefung oder Offshore-Windparks streiten muss.
Aber nun gut, die Chance wurde für den Moment nicht genutzt. Matthäus` Kommentar: »Ein Wort gab das andere – wir hatten uns nichts zu sagen«. Der Versuch, den einen Schuldigen zu identifizieren ist so sinnvoll wie der, die SPD direkt nach der Wahl stärker in eine (Mit-)Verantwortung zu ziehen. Nun also doch wieder eine Große Koalition? Wohlmöglich sogar erneut mit einem bayrischen Verkehrsminister nach Ramsauer und vor allem Dobrindt, der – auch nach eigenen Andeutungen im Hintergrund – so gut in die maritime Welt zu passen scheint wie ein Krabbenfischer auf die Bühne eines Oktoberfestzelts? Das Hafenmodernisierungsprogramm IHATEC war eher digitaler Beifang als maritime Betonung in der ministeriellen Praxis.
Es bleibt zu hoffen, dass es die maritime Branche dieses Mal besser trifft. Für sich selbst und für die vielen von ihr abhängigen Bereiche in Wirtschaft und Gesellschaft – für den maritimen Standort Deutschland insgesamt. Der Franke Matthäus dazu: »I hope we have a little bit lucky«. Amen."

Zur Website des HANSA International Maritime Journal.

 

 

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Nächste Termine

13 Jun
Ausstellung: EUROPA UND DAS MEER
13. Juni 2018 - 06. Januar 2019

Eine Ausstellung des Deutschen Historischen Museums in Zusammenarbeit mit dem Jean Monnet Lehrstuhl für Europäische Geschichte der Universität zu Köln.

Ort:

DEUTSCHES HISTORISCHES MUSEUM
Ausstellungshalle Exhibition Hall
Unter den Linden 2
10117 Berlin

Detaillierte Infos finden Sie im Flyer.

Hier lesen Sie einen Bericht zur Ausstellung.

27 Sep

Im Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr in Potsdam findet am Donnerstag, den 27. September 2018 eine Buchpräsentation des Buches Europa, das Meer und die Welt von Jürgen Elvert statt. 
Das Meer verbindet Europa mit der Welt. Die facettenreiche Geschichte der daraus entstehenden Verflechtungen schildert das von Prof. Dr. Jürgen Elvert vorgelegte Buch.
Es spannt den Bogen von den technischen Voraussetzungen über die zentralen Akteure bis hin zu den Handels- und Menschenströmen. Es wird deutlich, dass das Meer kein leerer Raum, sondern Voraussetzung und Medium der europäischen Expansion war. So entsteht eine maritime Geschichte Europas im globalen Kontext, die mit Ressourcennutzung und Migration auch aktuelle Fragen berührt. Die Themen des Buches bilden den Hintergrund für die Vorträge und die Diskussion mit dem Autor.

7 Nov
Maritime Convention Berlin
07. November 2018
13 Dez

Im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie organisiert der Projektträger Jülich die maritime Statustagung.
Sie findet in diesem Jahr am Donnerstag, den 13. Dezember 2018 in Berlin statt.
Auf dem Programm stehen interessante Forschungsergebnisse aus dem breiten Themenspektrum des Maritimen Forschungsprogramms.
Als neues Element der Statustagung ist eine Podiumsdiskussion zu einem der vier neuen Technologiequerschnitte vorgesehen.
Nutzen Sie die Statustagung als Plattform, um sich branchenübergreifend über aktuelle Forschungsergebnisse und geplante Aktivitäten auszutauschen.
Weitere Informationen zum Tagungsprogramm folgen mit der offiziellen Einladung. 
Tagungshotel:
Steigenberger Hotel am Kanzleramt
Ella-Trebe-Straße 5
10557 Berlin
Tel.: 030 – 740 743 990
Fax: 030 – 740 743 816
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Wenn Sie bereits im Vorfeld ein Zimmer im Tagungshotel reservieren möchten, können Sie dies ab sofort bis zum 31.10.2018 unter dem Stichwort „Statustagung Maritime Technologien“ im Abrufkontingent für 159 € inkl. Frühstück tun. Im Umfeld des Tagungshotels finden Sie noch weitere, auch günstigere Hotels.

25 Jun
Day of the Seafarer
25. Juni 2019

Happy "Day of the Seafarer"! Mast und Schotbruch allen, die heute auf See sind!