Umwelttechnologie/Umweltschutz/ Meeresverschmutzungen
Typographie
  • Smaller Small Medium Big Bigger
  • Default Helvetica Segoe Georgia Times

Neue globale Regeln wollen umgesetzt, umweltpolitische Ziele vorangetrieben werden. Die EU nimmt sich der Müllabgabe von Schiffen an. Im Fokus stehen dabei nicht nur die Verpflichtungen der Häfen. Michael Meyer erläutert: Der auf und von Schiffen produzierte Abfall erfährt zwar durch Umweltschutzgruppen immer wieder neue Aufmerksamkeit. Die Schifffahrt selbst und die zuständigen Behörden befassen sich damit allerdings schon seit Jahren. Schon das über 40 Jahre alte Marpol-Übereinkommen der IMO hatte sich des Themas angenommen. Aktuell ist der Schiffsmüll wieder in den Fokus geraten, da die EU die bestehende Regelung anpassen will.

Die Veröffentlichung steht kurz bevor, danach haben die Mitgliedstaaten 24 Monate Zeit, das Regelwerk umzusetzen.
Dabei geht es nach Ansicht der Kommission im Kern darum, jüngere Marpol-Anpassungen umzusetzen und dem vermeintlichen Papiertiger schärfere Zähne zu geben. Den Anfang hatte eine Evaluation der Regelung aus dem Jahr 2000 gemacht. Sie hatte ein relativ positives Bild gezeichnet, in den meisten Staaten gebe es zumeist adäquate Müllaufnahmestationen. Als Indiz dafür gelten deutlich gestiegene Volumina abgelieferten Abfalls. Die Europäische Hafenvereinigung ESPO bestätigt diese Annahme. Ein Ziel der neuen Richtlinie ist, sicherzustellen, dass Schiffe auch wirklich alles an Müll abgeben, den Hafenstaaten soll die Umsetzung erleichtert werden. 

HANSA Abfall Schiffen 250

Dazu gehört auch ein effizienteres digitales Reporting- und Monitoring-System, mit einem Fokus auf die illegale Mülleinleitung auf See. An dieser Stelle gebe es Nachholbedarf, heißt es aus der Kommission, auch weil man mit der Anzahl der Inspektionen nicht vollends zufrieden war. Zudem hatten sich einige Länder stärker auf die Marpol-Umsetzung als auf die EU-Direktive konzentriert, nicht zuletzt, weil es rechtliche Unstimmigkeiten gab, etwa was Ausnahmen vom Verbot der Müllverklappung auf See angeht. Diese Ungereimtheiten sollen ausgeräumt werden, um die Effektivität der EU-Direktive nicht zu unterminieren. Auch an Land ist noch etwas zu tun, meinen die EU-Beamten. Dabei geht es um den Betrieb von Auffangstationen beispielsweise bezüglich Recycling und Mülltrennung gemäß anderer EU-Vorschriften.

Lesen Sie hier weiter: pdfHANSA_Muell_Mitte_082019.pdf ( pdf | 2 Seiten | 192 KB )