Ein Bild von 2018: »CCGS Pierre Radisson« eskortiert den Tanker »Esta Desgagnés« in der Ungava Bay zwischen Nord-Québec und Baffin Island

Die Schifffahrt und (Kanadas) Politik wollen die arktische Nordwestpassage stärker erschließen. Ein wichtiger Faktor: der Polar Code. Doch weder Umweltschützer noch Reeder sind vollends zufrieden. Neben der Nordostpassage nördlich von Russland wird auch der Nordwestpassage Potenzial für mehr arktische Verschiffungen beschieden. Mit transozeanischen Transporten durch die nordkanadische Inselwelt ließen sich die weit südlicher gelegenen Wasserstraßen Panama-Kanal und Suez-Kanal umgehen. Auf diese Weise könnte die Handelsschifffahrt über 2.700 sm sparen.

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In den letzten Jahren ist eine erhöhte Aufmerksamkeit auf die Arktis zu beobachten. Der Hauptgrund dafür liegt im Klimawandel und den Veränderungen, die er erzeugt, sowie in den Aktionen verschiedener Staaten mit Blick auf ihre Interessen in der Region. So bringen die klimatischen Veränderungen neue Chancen zur Gewinnung wichtiger Ressourcen, neue und kürzere Handelsrouten für die Schifffahrt sowie Aktivitäten aller Art, inklusive des Tourismus in der Region. Allerdings werden von staatlicher Seite auch neue Gebietsansprüche gestellt, und der zukünftig leichtere Zugang zur Arktis wird von einigen Anrainerstaaten als klare Einschränkung ihrer Sicherheit betrachtet (Anrainerstaaten sind Dänemark, Kanada, Norwegen, Russland und die USA).

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