Aktuelle tagespolitische Themen und Analysen / Trendthemen
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„This is China Navy warship calling you on channel 16. You are approaching Chinese territory. Alter your course immediately and keep clear of Chinese territorial waters.“ Dem Kommandanten eines Kriegsschiffes mit den schwarz-rot-goldenen Farben im Mast dürften solcherlei Drohgebärden von Seiten der chinesischen Marine in den vergangenen Jahrzehnten über sein VHF-Funkgerät nicht zu Ohren gekommen sein. Der operative Fokus und die geographische Dislozierung der Deutschen Marine liegen bekanntlich nicht in Fernost.

Die Berührungspunkte mit der chinesischen Marine sind noch recht rar gesät, obgleich chinesische Marineeinheiten unlängst ihre Aktivitäten auf allen Weltmeeren steigerten und mittlerweile immer häufiger auch in der Golfregion, am Horn von Afrika, im Mittelmeer und im Atlantik, also in den traditionellen Operationsgebieten der Deutschen Marine, anzutreffen sind. Eine Annäherung an chinesische Territorialgewässer oder militärische Sperrgebiete bleibt aktuell schlechterdings undenkbar für ein deutsches Kriegsschiff, lässt man den wichtigen maritimen Außenposten Chinas im ostafrikanischen Wüstenkleinstaat Dschibuti einmal außer Acht. An macht- und ordnungspolitischen Disputen mit der Volksrepublik China nimmt die Deutsche Marine nicht teil.
Kai Peter Schönfeld schreibt über europäische und deutsche Perspektiven der Freedom of navigation operations (FONOPS). 
Lesen Sie hier weiter im Beitrag aus dem MarineForum 11-2018: pdfFONOPS_MF_11_2018.pdf ( pdf | 6 Seiten | 381 KB )