Maritime Infrastruktur
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Cuxhaven gilt heute als deutsches Offshore-Industriezentrum. Auch für den Terminalbetreiber Cuxport ist die Branche ein wichtiges Geschäftsfeld, für das er seine Anlagen weiter ausbaut. Thomas Wägener beschreibt im HANSA International Maritime Journal: Die Überlegungen, in Cuxhaven einen Offshore-Standort zu entwickeln, gehen bis in die 2000er-Jahre zurück. Damals gab es den Beschluss, in Deutschland einen Tiefwasserhafen für den Containerumschlag zu errichten.

Auch der Elbe-Hafen wäre dafür in Frage gekommen, jedoch ging der Zuschlag an Wilhelmshaven. Gewissermaßen als Ausgleich entschied sich die niedersächsische Landesregierung dafür, die Standorte Cuxhaven und Emden für den Bereich Windenergie zu unterstützen. »Cuxhaven bietet dafür ideale Voraussetzungen«, sagt Roland Schneider,der bei Cuxport für das Business Developmentzuständig ist. Schiffe müssten keine Schleusen und Brücken passieren und benötigten für die Revierfahrt eine Fahrzeit von nur rund zwei Stunden. Darüber hinaus gibt es ausreichend Freiflächen zum Lagern der Komponenten, für Schneider ein wesentlicher Faktor. Auch das tiefe Fahrwasser sei ein großer Vorteil: »Wir bieten eine Wassertiefe von bis zu rund 16m.«
Die Hauptaktivität von Cuxport ist das Shortsea-Geschäft. Ergänzt wird es durch Aufträge für die Windkraftindustrie. Dafür steht ein Portalkran von Ambau zur Verfügung, der bis zu 500 t heben kann. Darüber hinaus organisiert Cuxport für Offshore-Projekte die passenden Raupenkrane, die extra an den Standort gebracht werden. Man sei mit Offshore-Projekten im Durchschnitt zwischen sechs und neun Monate beschäftigt, abhängig vom Umfang des Projekts sowie von den Witterungsbedingungen. Lesen Sie hier mehr: pdfSeiten_aus_Ausgabe_HS_09_18.pdf