GEOMAR

Newsfeed des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel

Die aktuellen Nachrichten
  1. 02.08.2022/Kiel/Geesthacht. Phytoplankton benötigt zum Wachsen Licht und Nährstoffe. Beides gemeinsam in ausreichender Menge ist für die mikroskopisch kleinen Algen im Ozean aber nur selten zu finden. In den oberen Wasserschichten fehlen ihnen in der Regel die Nährstoffe, weiter unten das Licht. Eine neue Studie unter Leitung des Helmholtz-Zentrums Hereon sagt nun: Phytoplankton kann zwischen tieferen Schichten und der Wasseroberfläche hin- und herwandern. Sollte sich das bestätigen, hätte es enorme Konsequenzen für die Kalkulationen der natürlichen Kohlenstoffpumpe und damit auch für aktuelle Berechnungen des Kohlenstoffbudgets. Die Ergebnisse der Studie wurden heute in der Fachzeitschrift Nature Climate Change veröffentlicht.
  2. 29.07.2022/Kiel. Herrmann Anschütz-Kämpfe und Albert Einstein revolutionierten mit der Entwicklung des Kreiselkompasses die Schifffahrt und trugen damit auch zum Erfolg der Kieler Meeresforschung bei. An die beiden genialen Erfinder erinnert nun ein imposantes Denkmal des Bildhauers Jörg Plickat. Es wurde heute an der Schwentinemündung in Kiel-Dietrichsdorf eingeweiht, wo die beiden Wissenschaftler ihre Ideen schmiedeten.
  3. 22.07.2022/Bremen/Kiel. Extreme Kälteereignisse während der letzten Eiszeit, sogenannte Heinrich-Ereignisse im Nordatlantik, sind ein gutes Beispiel dafür, wie lokale Prozesse das globale Klima veränderten. Während in der Forschung gut dokumentiert ist, wie sich die Heinrich-Ereignisse auf die globale eiszeitliche Umwelt ausgewirkt haben, bleibt die Ursache bisher ungeklärt. Forschende aus Bremen, Kiel, Köln und São Paulo (Brasilien) weisen nun in einer neuen Studie nach, dass ein Wärmestau in der tieferen Labradorsee Instabilitäten des damaligen Laurentidischen Eisschildes, das einen großen Teil Nordamerikas bedeckte, verursachte. Als Folge wurden Heinrich-Ereignisse ausgelöst. Dafür rekonstruierten die Forschenden den Temperatur- und Salzgehalt im subpolaren Nordatlantik. Ihre Ergebnisse sind jetzt in Nature Communications erschienen.
  4. 19.07.2022/Kiel. Weltweit lagern auf den Servern von Meeresforschungsinstituten tausende von Aufnahmen aus der Tiefsee. Bislang sind diese Videos und Fotos über das Internet kaum auffindbar, weil sie nicht einheitlich katalogisiert und beschrieben werden. Ein Team der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren hat unter der Leitung des GEOMAR einen einheitlichen Datenstandard entwickelt, der die globale Nutzung von Bilddaten erleichtern soll. Das neue Metadaten-Format wird jetzt im Fachmagazin Nature Scientific Data vorgestellt.
  5. 15.07.2022/Kiel. Seismische Daten können dabei helfen, den Meeresboden zu erforschen und Abschätzungen zur Ausbreitung von Starkbeben sowie der daraus resultierenden Tsunamigefahr vorzunehmen. Zu dieser Erkenntnis kommen Wissenschaftler:innen vom GEOMAR in einer kürzlich veröffentlichten Studie in der Fachzeitschrift Nature Communications. Die Ergebnisse ermöglichen somit zukünftig eine bessere Risikobewertung für betroffene Küstenregionen und Reisewarnungen für den Tourismus.
  6. 05.07.2022/Kiel. Eine Gruppe renommierter Klima- und Meereswissenschaftler:innen des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel nahm in diesem Jahr an der UN-Ozeankonferenz in Lissabon teil. Unter ihnen auch die Institutsdirektorin Katja Matthes als Teil der Deutschen Delegation. Die Konferenz war ein internationales Treffen von Ozeanexpert:innen aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft im Rahmen der UN Dekade der Ozeanforschung für Nachhaltige Entwicklung und war dem UN-Nachhaltigkeitsziel 14, Leben unter Wasser, gewidmet.
  7. 30.06.2022/Kiel. Seit mehr als 20 Jahren misst ein Observatorium am Äquator bei 23° West die Geschwindigkeit eines für unser Klima wichtigen Systems von Meeresströmungen. Die bisher nur fragmentarisch verfügbaren Daten sind nun als ein zusammengefasster Datensatz zugänglich. Hintergründe zu den Messdaten und die Komponenten der Verankerungen beschreiben Forschende des GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel und französische und US-amerikanische Projekt-Partner in der Fachzeitschrift „Frontiers in Marine Science“. Die Veröffentlichung soll weitere Analysen und Modellrechnungen vorantreiben.
  8. 28.06.2022/Kiel. Zum ersten Mal seit Beginn des neuen Helmholtz-Forschungsprogramms PoF IV„Erde im Wandel – unsere Zukunft erhalten“ (Changing Earth – Sustaining our Future) im Jahr 2021 trafen sich mehr als 120 Wissenschaftler:innen im Kieler Wissenschaftspark zu einem zweitägigen Symposium vom 21.06.-22.06.2022. Es war das erste einer jährlich geplanten Reihe. Vom GEOMAR wird das Topic 6, „Marines und polares Leben“, des Programms geleitet. Als übergeordnetes Ziel sollen die komplexen Wechselwirkungen im Ökosystem Ozean detailliert untersucht und verstanden werden.
  9. 23.06.2022/Kiel. Der Gasausbruch bei einer Explorationsbohrung in der Nordsee im Jahr 1964 hinterließ einen 38 Meter tiefen Krater am Ozeanboden, bekannt als Figge Maar. Unter Leitung des GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel untersuchten Wissenschaftler:innen die geologischen Gegebenheiten, die damals zu dem heftigen Austritt geführt haben. Die daraus resultierende Studie erscheint heute im Fachmagazin Earth Science, Systems and Society (ES3) der Geologischen Gesellschaft London. Das Verständnis über natürliche Wegsamkeiten von Gasen ist grundlegend für die sichere Nutzung des Meeresbodens im Rahmen der Umstellung unserer Energiesysteme, einschließlich der möglichen Speicherung von Kohlendioxid (CO2) aus der Atmosphäre im Meeresboden.
  10. 08.06.2022/Kiel. Der Ozean bedeckt über 70 Prozent der Erdkugel. Er spielt eine maßgebliche Rolle bei der Regulation unseres Klimas, bei der weltweiten Nahrungsmittelversorgung und als Heimat für eine Vielzahl an Lebewesen – viele davon dem Menschen noch immer unbekannt. Um seine Stärken aufzuzeigen und um ihn zu schützen, haben die Vereinten Nationen den 8. Juni zum Welttag des Ozeans erklärt. Das GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel sieht in dem Aktionstag die Chance, die Bedeutung unserer Meere, der marinen Wissenschaften sowie der UN-Dekade der Ozeanforschung für Nachhaltige Entwicklung in den gesellschaftlichen Fokus zu rücken.