Maritime Infrastruktur
Typographie

MarineForum 4-2017, Jürgen E. Kratzmann: Es war ein Weckruf wie ein Donnerhall. Aber er wurde auch gehört: die Havarie der „Pallas“ im Oktober 1998. Auf seiner Reise von Schweden nach Marokko brach bei schwerer See auf dem Holzfrachter vor der dänischen Nordseeküste ein Feuer aus. Der dänische Rettungsdienst riet der Schiffsführung unter Hinweis auf die Wetterbedingungen davon ab, den dänischen Hafen Esbjerg anzulaufen.

Tagelang trieb das brennende Schiff weiter, bis es schließlich vor der schleswig-holsteinischen Nordseeküste unweit der Insel Amrum auf Grund lief. Mehrere Schleppversuche von deutscher Seite scheiterten aufgrund des Sturmes. Die bundeseigenen Mehrzweckschiffe (MZS) „Neuwerk“ und „Mellum“ und Feuerwehrkräfte aus Cuxhaven übernahmen die Schiffsbrandbekämpfung durch Kühlen der Außenhaut und Löschen der Flammen an Deck. Die Besatzung wurde schließlich durch deutsche und dänische SAR-Hubschrauber geborgen. Ein Seemann wurde schwer verletzt, ein weiterer tot geborgen. Durch auslaufendes Öl und Schmierstoffe verendeten Tausende von Seevögeln. Bei der Betrachtung der „Pallas“-Havarie hatten sich eine Reihe von Problemen bei der Unfallverhütung, der Unfallbekämpfung und beim Unfallmanagement gezeigt und wiesen so auf grundsätzliche Schwachstellen im Notfallkonzept hin. Handlungsbedarf war damit für alle Verantwortlichen angezeigt.

 

Lesen Sie hier weiter: pdfMF042017_Maritimes_Sicherheitszentrum.pdf ( pdf | 2 Seiten | 350 KB )

FacebookTwitterGoogle BookmarksLinkedinRSS FeedPinterest
Pin It